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Samstag, 5. Oktober 2013

Krieg. Erlebt, durchlebt, durchstorben.



Vor und nach dem 2. Weltkrieg: mein Vater















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Vor, im und nach dem Krieg

Fotograf Lalage Snow, stationiert in Kabul, Afghanistan, hat ein 8-monatiges Projekt mit dem Titel We Are The Not Dead mit Porträts von britischen Soldaten vor, während und nach ihrem Einsatz in Afghanistan begonnen.

Photographer Lalage Snow, who is currently based in Kabul, Afghanistan, embarked on an 8-month-long project titled We Are The Not Dead featuring portraits of British soldiers before, during, and after their deployment in Afghanistan.

Mittwoch, 18. September 2013

Verletztheit und Schmerz. Frei von oder frei für?

"Wenn dich der Andere verletzt, kannst du die Verletzung vergessen; aber wenn du ihn verletzt, wirst du dich immer daran erinnern."
Khalil Gibran

....ist es so?
Oft mag man, wenns weh tut, nicht so genau auf den Schmerz hinschauen. Aber wofür ist denn der Schmerz da? Um uns zu quälen? Damit wir leiden? Ich glaube, dass sein Sinn ist: aufmerksam machen, mich auf etwas hinweisen. Also gebe ich dem Schmerz seinen Sinn, wenn ich achtsam hinhöre.
Was schmerzt da? Und: Wie schmerzt es?

Manchmal kann ich merken: das ist gar nicht mein innerster Wesenskern, der da "verletzt!" schreit, sondern mein Stolz oder meine Eitelkeit. Oder sonst irgend eine Vorstellung, die ich quasi wie als eine zweite Seelenhaut um mich rum gepackt habe.

Wenn jemand etwas "verletztendes" sagt, trifft es ja oft nicht die innere Wirklichkeit, ttrifft inhaltlich nicht ganz zu, be-trifft also nicht wirk-lich mich wie ich tatsächlich bin. Also kann es mich eigentlich auch nicht verletzen.
Und wenn jemand etwas sagt was mich wirklich so trifft wie ich nun mal bin, dann kann es zwar sehr weh tun, einfach weil es ganz wahr ist, aber es ändert nichts an dem, wie es ist, es macht nichts kaputt, es verletzt nichts.
Da weist der Schmerz nicht auf eine Verletzung hin. Sondern vielleicht auf Ecken in meiner Seele, die ich nicht so annehmen bzw. lassen mag/kann wie sie z.Z. noch sind.

Montag, 31. Mai 2010

Vorurteile, Erlebnisbeschreibung, Wahrheitsfindung

Vor(zeitige)urteile sind meiner Ansicht nach lebensnotwendig. Ich kann nicht immer warten, bis ich mir ganz sicher sein kann, nun das einzig der Wahrheit vollkommen entsprechende Urteil fällen zu können.
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Zudem komme ich oft zu einem reifen Urteil gar nicht ohne anfängliches Urteilen.
Da Wahrheit meist viele Seiten und Ansichten hat, muss ich gezwungener Maßen den Weg um die Wahrheit rundherum beschreiten und Ansicht um Ansicht einehmen und (zumindest anfänglich) beurteilen. Erst aus einer Gesamtschau können sich alle Ansichten gegenseitig ergänzen und korrigieren.
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Ob unser Kopf (halbwegs) rund ist, um ihn, ähnlich wie eine 360°-Kinokugel, für ganzheitliche Wahrheitsfindung nutzen zu können?
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Zur richtigen Zeit und am richtigen (ineren) Ort sind Vorurteile - als Arbeitshypothese gesehen - etwas gutes, ja: notwendiges!
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Schwierig kann es werden, wenn ich aus dem Bewusstsein verliere, dass ich mir "nur" ein Vor(läufiges)urteil gebildet hatte. Und dann in Versuchung gerate damit so umzugehen, als sei es ein endgültiges Urteil. Woraus dann die nächste Versuchung erwachsen kann, dass ich es (vielleicht auch ohne es mir recht bewusst zu machen) wie ein Dogma einsetze.
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Daran kann man sehen, das etwas Gutes nicht immer Gut sein muss. Dass es nur dann gut ist, wenn es zur richtigen Zeit am richtigen Ort im richtigen Maß zur Wirkung gebracht wird.
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Das kann man auch bei Kindern lernen. Was gut und richtig ist einem Kind mit 3 Jahren vorzuleben kann schon 2 Jahre später etwas daneben sein. Und nochmal einige Jahre später sogar völlig kontraproduktiv wirken.

Das ist Leben. Das ist Weg. Beides kann uns zur Wahrheit führen. Christus ist selbst alles drei (laut der "Ich-Bin-Worte" des Johannesevangeliums).
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Die innere Gewichtung dieser drei zueinander fällt uns oft ähnlich schwer wie unser Denken, Fühlen und Wollen so aufeinander abzustimmen, dass ein richtiger Dreiklang entsteht.
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Ob man wohl in Erlebnissen mit Kindern auch einen Anklang vom größten aller Dreiklänge heraushören oder herauslasuchen kann? Einen zarten Anklang von (Gott)Vater, (Seinem)Sohn und (Heiligem)Geist ...?
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Wenn man möglichst auf Vor(läufige)urteile verzichten üben will, bieten sich tatsächliche Erlebnisse wunderbar dazu an, sie z.B. so gewissenhaft wie möglich interpretationsfrei zu schildern (alles, was einem an Interpretation "in den Fingern juckt" kann man ja sepparat formulieren). Dieser freie Verzicht auf alles was im Erlebnis nicht tatsächlich erlebt wurde/wird, gehört zu den Fingerübungen der Biografie-Arbeit.

eine humorvoll bebilderte Homage an "Desiderata"