Sonntag, 30. August 2015

Lebensumschwung durch Nahtod-Erfahrung

Mit 13, 14 Jahren hab ich mich zwar nach reiflicher Überlegung entschieden mich konfirmieren zu lassen, nicht, wie viele Gleichaltrige, um der zu erwartenden Geschenke willen, sondern weil ich an Gott glauben wollte. Und doch merkte ich, dass ich mich mit meinem "Glauben" auf reichlich dünnem Eis bewegte. So frug ich ob meines nicht-glauben-könnens wenige Jahre später meinen Vater (evangelischer Klinikseelsorger von Beruf) warum er an Gott glaube.
Da berichtete er mir von einem Erlebnis aus dem 2.Weltkrieg, das er selbst seiner Frau nie erzählt hatte:
Es war Januar oder Februar 1945 in der Nähe der heutigen polnischen Grenze. Die deutsche Armee war auf dem Rückzug und er hatte als Unteroffizier mit einem Trupp von acht Mann zu Fuß die Aufgabe gehabt, mit Panzerfäusten die heranrückenden russischen Panzer eine Weile auf zu halten. Ein nicht ohne Grund so genanntes "Himmelfahrts-Kommando".
Da fand er sich eines Morgens völlig allein im verschneiten Wald wieder. Und flüchtete sich über freie Felder hinweg zu einem Bauernhof, in dem er sich vor den Russen verstecken durfte.
Doch hatten diese seine Flucht bemerkt, fanden ihn dort zwar nicht, bedrohten aber die Bauern mit ihren Waffen, auf dass er heraus käme.
So wurde er gefangen genommen. Fünf, sechs russische Soldaten bekamen den Befehl ihn übers Feld zurück zum Wald zu bringen und ihn dort zu erschießen (da mein Vater fast besser Russisch als Deutsch konnte, er war in Estland aufgewachsen, verstand er jedes ihrer Worte). 
Umringt von dieser Schar Soldaten mit ihren entsicherten Pistolen, die sich alle auf ihn richteten, war er sich seines nahenden Todes gewiss. Dem Ernst des Augenblicks entsprechend betete er ein (vermeintlich) letztes Vaterunser. Da sah er sich plötzlich aus der Vogelperspektive selbst übers verschneite Feld gehen, umringt von den russischen Soldaten. Und während sein materieller Körper brav weiter lief (jede auffällige Bewegung hätte eine Kugel bedeutet), erlebte mein Vater eine vollkommene Lebensrückschau, die er mit einem Film verglich, der überraschend vieles enthielt, woran er sich sonst nicht hatte erinnern können. 
Dann kam ein "Tunnelerlebnis" und ein Empfangenwerden in einer unbeschreiblich himmlisch-überlichten und paradiesischen Atmosphäre. Die Wesenheit, die ihn da empfing, begriff er als Christus. Sie stellte ihm frei im Himmel zu bleiben oder wieder hinunter zu den Menschen zu gehen.... 
Ob der Lebensrückschau hatte mein Vater die Gewissheit, dass sein bisheriges Leben seinen Sinn noch nicht gehabt habe. Und so entschied er sich (gefühlt schweren Herzens) diese unausprechlich wunderbare Welt zu verlassen. So kam er wieder in seinen Körper, der inzwischen den Wald fast erreicht hatte.
Da kam, zu aller Überraschung, ein deutscher Geländewagen mit zwei deutschen Soldaten aus dem Wald gefahren. Sie ergaben sich sofort, boten den russischen Soldaten den Wagen an und hofften damit wenigstens ihr Leben zu retten.
Zum Glück waren es russische Soldaten, wie mein Vater betonte. Denn deutsche wären viel zu korrekt gewesen um den Erschießungsbefehl zu vergessen. 
Stolz, nun drei Gefangene und einen Geländewagen zu haben, zogen die russischen Soldaten ihrer Einheit entgegen.
Einerseits war mein Vater dankbar, gerettet worden zu sein, andererseits empfand er nun das Dasein in diesem Körper und hier auf der Erde als sehr viel unschöner als zuvor. Und so manches mal sehnte er sich zurück in jene paradiesische Welt. Doch war er sich gewiss, dass er nicht gerettet worden wäre, wenn sein Leben in der Zukunft keinen tieferen Sinn haben würde. Diese Gewissheit trug ihn nicht nur durch fast 5 Jahre (für viele andere: tödliche) Kriegsgefangenschaft, sondern bis an sein Lebensende durch viele Höhen und Tiefen! Und war ein stiller Quell für so manches Segensreiche, was zahllosen Menschen zuteil wurde, ohne dass sie von diesem Christus-Erlebnis je erfuhren, durch das mein Vater aber ein "anderer" Mensch geworden war.
Ich hatte nie Anlass auch nur den geringsten Zweifel zu haben, dass mein Vater das so erlebt hatte. Aber als Oberstufenschüler, der Mathe, Physik und Biologie liebte, bewies es mir nicht die Existenz Gottes und half mir damals nicht weiter. Ich war einfach zu materialistisch-naturwissenschaftlich geprägt. Erst Jahre später, nach eigenen spirituellen Erlebnissen, erschloss sich mir die innere Tiefe meines Vaters. Mein naturwissenschaftliches Denken erklärte sich sein Erlebnis zunächst mit biochemischen Extrem-Reaktionen seines Gehirns. Ohne dabei zu berücksichtigen, dass (körpereigene) Drogen nicht in der Lage wären mit einem Mal einen Menschen so durch und durch "umzukrempeln".
Vor und nach dem Krieg

Juli 1988

Dienstag, 25. November 2014

Hoch-zeits-Torte und die Kardinaltugenden

Torte in Arbeit
Anlässlich einer Hochzeit, für deren Zustandekommen ich von Herzen gerne `die Daumen gedrückt´ hatte, versprach ich, ohne lange nachzudenken, eine Hochzeitstorte herzustellen. Es würde die erste in meinem Leben werden...


...eine Woche vor der Hochzeit begegnete mir (während einem Biografie-Wochenende)  Gedanken zu den vier Kardinaltugenden, die mich - als weisheitsvolle Ergänzung zur Liebe empfunden - so begeisterten, dass ich einen Entwurf für eine Hochzeitsrede schrieb, die in einem gleichnishaften Bild endete. Das dann die innere Vorlage für eine Motiv-Hoczeitstorte wurde...


Die o.g. Rede:
" Liebe .... (Braut) , du kommst aus einem großen und großartigem Land, hast in den mittleren Bergen des Himalaya und in der riesengroßen Hauptstadt Delhi viel und unterschiedliches gelernt. Doch wolltest du immer weiter lernen, deinen Horizont neu erweitern und zogst fast um die halbe Welt: nach X.-land.
Lieber .... (Bräutigam) , dorthin hatte es auch dich (und auch aus ähnlichen Gründen) gezogen: Horizont erweitern, entdecken und lernen was „zuhause“ (so) nicht erlern- und erfahrbar ist. Lernen, was über das bloße Wissen hinaus geht, über den Tellerrand des (Bücher- und Kopf-)Wissens schauen, über den Horizont der Welt des Wissens hinaus wachsen…
Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas paradox. Aber wer nicht - wie einst Columbus - mutig und zugleich besonnen die „flache Scheibe“ der Welt des untätigen Wissens hinter sich lässt, wird nicht entdecken können, dass die Welt um mindestens eine Dimension runder ist. Columbus hat seinen Dimensionssprung gewagt. Nicht nur im Kopf und in seinen Träumen. Er wollte einen neuen Weg nach Indien finden und hat dabei der Menschheit die ganze Welt ent-deckt. Durch dieses aktiv gelebte Erweitern seines Horizontes hat er ja mehr entdeckt (und anderen zu entdecken geholfen) als ihm damals bewusst war.

Wenn zwei Menschen heiraten, sagen sie (auf Deutsch) „Wir trauen uns!“. Und so, wie Columbus sich traute aufzubrechen und die bekannte Welt - trotz aller Unkenrufe und Widerstände seiner Umgebung - zu verlassen (auch, um der Menschheit damit einen Dienst zu erweisen), so befindet sich, wer sich gemeinsam traut, auch am Beginn einer teils wunderbaren und teils abenteuerlichen Reise.
Manche sprechen vom „Hafen der Ehe“ indem sie angekommen seien. Und richten sich dann - z.B. vom gewohnten Land her in den Hafen kommend - wohnlich darin ein, statt sich in ihm auf eine große gemeinsame Reise vorzubereiten. Wer sich aber wirklich gemeinsam traut, kann es halten wie Columbus: In See stechen, sich gemeinsam in das Meer des Lebens wagen, sowohl Übermut als auch Feigheit wacker hinter sich lassend, immer wieder gemeinsam neue Horizonte des Lebens erobernd.
Schule und Uni machen ja oft den Eindruck, als ob dort (fast) alles fürs Leben zu lernen sei und man sich hinterher auf den Lorbeeren des dort Gelernten für den Rest des Lebens ausruhen könnte. Dabei geht das Lernen danach ja erst so richtig los!
Wenn ich sehe und erahne, wie viel ihr beide seit Schottland an neuen inneren und äußeren Perspektiven dazugewinnen konntet, wünsche ich euch mit wirklich begründeter Vorfreude auf euren wachsenden Weg ein reichhaltiges Lernen am realen Leben, ein gemeinsames Hinauswachsen über Wissenshorizonte, ein Hineinwachsen und Aufblühen in die Weisheit des Lebens! Und für das Gelingen all der kleinen und größeren Dimensionssprünge von der „Erdscheibe“ des Wissens in die sphärisch-runde Welt des Lebens wünsche ich euch für den jeweils rechten Augenblick ein mutiges und wacker-kraftvolles Herz, sozusagen ein Columbus-Herz das besonnen den Kurs zwischen polterndem Übermut und schleichender Feigheit ansteuern kann.
Und wie Columbus sich damals auf dem Weg ins Unbekannte am Sternenhimmel orientierte, mögen euch immer wieder klar leuchtende Aspekte der im Grunde alle Menschen umfassenden und jeden betreffenden Gerechtigkeit helfen das Schiff eurer Ehe durch Sonne, Wind und Wellen des Lebens zu steuern!
Zusätzlich zu den Winden und Strömungen des Lebens steht euch als Kraftzentrum und sonniger „Motor“ die schöpferisch-produktive, je und je neu zukunftseröffnende, -befruchtende Liebe zur Verfügung.

Zu einem Bild verdichtet, stellt sich mir ein Kompass für das Schiff eurer Ehe vors innere Auge:

Im Zentrum die Liebe. Umgeben von vier „Himmelsrichtungen“, von den vier Tugenden,
die sich schon für Platon als die wesentlichsten herausgestellt haben.
Lebensweisheit : das ewig belebende „Gespräch“ zwischen (neu-)Erkennen und Handeln.
Allumfassende Gerechtigkeit : Hochalten der Würde des anderen, der eigenen menschlichen Würde und der des Menschseins an sich.
Tapferkeit : Wacker den (nicht mittelmäßigen!) Mittelweg zwischen Tollkühnheit und Feigheit gehen.
Besonnenheit : Mit dem Augenmaß lebensvoller Mäßigung die goldene Mitte zwischen Ausschweifung und Askese finden. "


Schon im Laufe der Recherchen in Tortenforen ahnte ich, dass es nun erst mal an mir sei, diese vier Tugenden praktisch zu üben.
Nun, ich hatte mich `getraut´ und legte los. Die Gegebenheiten des tatsächlichen Lebens ließen mich immer wieder den nächsten Schritt neu überdenken. Und wenn eine nie von mir geübte Technik oder ein noch nie eingesetztes Material sich als Hürde erwies, ging es doch Schritt um Schritt wacker weiter: zugleich Besonnenheit anstrebend (das Augenmaß war - ob der mangelnden Erfahrung - nicht immer von Erfolg gekrönt).

3. Tag: Fondant ausrollen
Da die weiße Masse, die die Umhüllung und zugleich den Untergrund der Gestaltung abgeben sollte, nicht ganz ausreichte, nahm ich die rote hinzu und knetete erneut...

Beim erneuten Ausrollen entstand eine schöne "Marmorierung" die mir so gut gefiel, dass ich das Bild vom "Kompass" verwarf.

die untere `Etage´


zu diesem Ergebnis passte der Text nicht so ganz - aber um so mehr zu dem Weg, wie die Torte entstanden ist

Kurz vor dem Anschneiden der Torte fanden die beiden Neuvermälten so zu Herzen gehende Worte, dass ich gerne darauf verzichtete die Rede vorzulesen und zu erzählen, wie alles anders und doch genau richtig kam.

Donnerstag, 29. Mai 2014

wie setzt "phänomenologisches Arbeiten" an?

"Die folgenden Worte Goethes bezeichnen in schöner Art den Ausgangspunkt eines der Wege, auf denen das Wesen des Menschen erkannt werden kann:
«Sobald der Mensch die Gegenstände um sich her gewahr wird, betrachtet er sie in bezug auf sich selbst; und mit Recht, denn es hängt sein ganzes Schicksal davon ab, ob sie ihm gefallen oder mißfallen, ob sie ihn anziehen oder abstoßen, ob sie ihm nützen oder schaden. Diese ganz natürliche Art, die Dinge anzusehen und zu beurteilen, scheint so leicht zu sein, als sie notwendig ist, und doch ist der Mensch dabei tausend Irrtümern ausgesetzt, die ihn oft beschämen und ihm das Leben verbittern. – Ein weit schwereres Tagewerk übernehmen diejenigen, deren lebhafter Trieb nach Kenntnis die Gegenstände der Natur an sich selbst und in ihren Verhältnissen untereinander zu beobachten strebt: denn sie vermissen bald den Maßstab, der ihnen zu Hilfe kam, wenn sie als Menschen die Dinge in bezug auf sich betrachten. Es fehlt ihnen der Maßstab des Gefallens und Mißfallens, des Anziehens und Abstoßens, des Nutzens und Schadens. Diesem sollen sie ganz entsagen, sie sollen als gleichgültige und gleichsam göttliche Wesen suchen und untersuchen, was ist, und nicht, was behagt. So soll den echten Botaniker weder die Schönheit noch die Nutzbarkeit der Pflanzen rühren, er soll ihre Bildung, ihr Verhältnis zu dem übrigen Pflanzenreiche untersuchen; und wie sie alle von der Sonne hervorgelockt und beschienen werden, so soll er mit einem gleichen ruhigen Blicke sie alle ansehen und übersehen und den Maßstab zu dieser Erkenntnis, die Data der Beurteilung nicht aus sich, sondern aus dem Kreise der Dinge nehmen, die er beobachtet.»

Auf dreierlei lenkt dieser von Goethe ausgesprochene Gedanke die Aufmerksamkeit des Menschen. Das erste sind die Gegenstände, von denen ihm durch die Tore seiner Sinne fortwährend Kunde zufließt, die er tastet, riecht, schmeckt, hört und sieht. Das zweite sind die Eindrücke, die sie auf ihn machen und die sich als sein Gefallen und Mißfallen, sein Begehren oder Verabscheuen dadurch kennzeichnen, daß er das eine sympathisch, das andere antipathisch, das eine nützlich, das andere schädlich findet. Und das dritte sind die Erkenntnisse, die er sich als «gleichsam göttliches Wesen» über die Gegenstände erwirbt; es sind die Geheimnisse des Wirkens und Daseins dieser Gegenstände, die sich ihm enthüllen.
Deutlich scheiden sich diese drei Gebiete im menschlichen Leben. Und der Mensch wird daher gewahr, daß er in einer dreifachen Art mit der Welt verwoben ist. – Die erste Art ist etwas, was er vorfindet, was er als eine gegebene Tatsache hinnimmt. Durch die zweite Art macht er die Welt zu seiner eigenen Angelegenheit, zu etwas, das eine Bedeutung für ihn hat. Die dritte Art betrachtet er als ein Ziel, zu dem er unaufhörlich hinstreben soll.
Warum erscheint dem Menschen die Welt in dieser dreifachen Art? Eine einfache Betrachtung kann das lehren: Ich gehe über eine mit Blumen bewachsene Wiese. Die Blumen künden mir ihre Farben durch mein Auge. Das ist die Tatsache, die ich als gegeben hinnehme. – Ich freue mich über die Farbenpracht. Dadurch mache ich die Tatsache zu meiner eigenen Angelegenheit. Ich verbinde durch meine Gefühle die Blumen mit meinem eigenen Dasein. Nach einem Jahre gehe ich wieder über dieselbe Wiese. Andere Blumen sind da. Neue Freude erwächst mir aus ihnen. Meine Freude vom Vorjahre wird als Erinnerung auftauchen. Sie ist in mir; der Gegenstand, der sie angefacht hat, ist vergangen. Aber die Blumen, die ich jetzt sehe, sind von derselben Art wie die vorjährigen; sie sind nach denselben Gesetzen gewachsen wie jene. Habe ich mich über diese Art, über diese Gesetze aufgeklärt, so finde ich sie in den diesjährigen Blumen so wieder, wie ich sie in den vorjährigen erkannt habe. Und ich werde vielleicht also nachsinnen: Die Blumen des Vorjahres sind vergangen; meine Freude an ihnen ist nur in meiner Erinnerung geblieben. Sie ist nur mit meinem Dasein verknüpft. Das aber, was ich im vorigen Jahre an den Blumen erkannt habe und dies Jahr wieder erkenne, das wird bleiben, solange solche Blumen wachsen. Das ist etwas, was sich mir geoffenbart hat, was aber von meinem Dasein nicht in gleicher Art abhängig ist wie meine Freude. Meine Gefühle der Freude bleiben in mir; die Gesetze, das Wesen der Blumen bleiben außerhalb meiner in der Welt.
So verbindet sich der Mensch immerwährend in dieser dreifachen Art mit den Dingen der Welt. Man lege zunächst nichts in diese Tatsache hinein, sondern fasse sie auf, wie sie sich darbietet. Es ergibt sich aus ihr, daß der Mensch drei Seiten in seinem Wesen hat. Dies und nichts anderes soll hier vorläufig mit den drei Worten Leib, Seele und Geist angedeutet werden. Wer irgendwelche vorgefaßten Meinungen oder gar Hypothesen mit diesen drei Worten verbindet, wird die folgenden Auseinandersetzungen notwendig mißverstehen müssen. Mit Leib ist hier dasjenige gemeint, wodurch sich dem Menschen die Dinge seiner Umwelt offenbaren, wie in obigem Beispiele die Blumen der Wiese. Mit dem Worte Seele soll auf das gedeutet werden, wodurch er die Dinge mit seinem eigenen Dasein verbindet, wodurch er Gefallen und Mißfallen, Lust und Unlust, Freude und Schmerz an ihnen empfindet. Als Geist ist das gemeint, was in ihm offenbar wird, wenn er, nach Goethes Ausdruck, die Dinge als «gleichsam göttliches Wesen» ansieht. – In diesem Sinne besteht der Mensch aus Leib, Seele und Geist."
(aus: Rudolf Steiner - Theosophie, "Das Wesen des Menschen", GA 9, Dornach 1961, S. 24f)

Samstag, 5. Oktober 2013

Krieg. Erlebt, durchlebt, durchstorben.



Vor und nach dem 2. Weltkrieg: mein Vater















zur Vollbildansicht: auf das Foto klicken

Vor, im und nach dem Krieg

Fotograf Lalage Snow, stationiert in Kabul, Afghanistan, hat ein 8-monatiges Projekt mit dem Titel We Are The Not Dead mit Porträts von britischen Soldaten vor, während und nach ihrem Einsatz in Afghanistan begonnen.

Photographer Lalage Snow, who is currently based in Kabul, Afghanistan, embarked on an 8-month-long project titled We Are The Not Dead featuring portraits of British soldiers before, during, and after their deployment in Afghanistan.

Samstag, 28. September 2013

Lebensreise(n)


In der Biografie-Arbeit durfte ich eine fast 90jährige, wunderbare Dame kennen lernen, die fast ihr gesamtes Leben schon in dem Haus lebt in dem sie auch geboren wurde. Ich kann mir das beim besten Willen nicht ganz konkret vorstellen, wie sich das anfühlen würde, wenn ich so viele Jahrzehnte fast durchgehend auf einen Ort konzentriert gelebt hätte.

Da wurde mir noch einmal deutlicher zum Erlebnis, dass das viele Reisen in meinem Leben gar nicht so selbstverständlich ist, wie es mir als Kind und Jugendlicher erschien!
So kam ich auf die Idee hier anschaulich zu machen in welchen Lebensaltern (Jahrsiebten/Siebenjahresschritten) ich wo herumgereist bin (soweit ich das noch erinnern konnte).


Die Streckenverläufe sind im Detail nicht immer ganz exakt. Es soll nur die grobe Tendenz, so etwas wie eine Gesamtgebärde sicht- und empfindbar werden können...
1. Jahrsiebt

2. Jahrsiebt

3. Jahrsiebt

4. Jahrsiebt

5. Jahrsiebt

6. Jahrsiebt

7. Jahrsiebt

im 8. Jahrsiebt (nur die ersten 3 Jahre)

Umzugswege von der Geburt bis Jetztzeit

Die 21 Wohnorte in Deutschland

(A+B) ~ geboren an der Grenze zu Frankreich
(D) ~ Zeitraum "KiGa bis Gesellenbrief" im Gebiet der Zonengrenze
(N) ~ Zivieldienst, Studium und Kinder nicht weit weg von der holländischen Grenze
(T) ~ in Wuppertal beinahe über die Wupper gegangen
(U) ~ Grenzgebiet NRW/Niedersachsen

A bis D ~ 1., 2.+3. Jahrsiebt
I        ~     4. Jahrsiebt 
N + L  ~   5. Jahrsiebt
T       ~     5. / 6. / 7. Jahrsiebt
U    ~       7. / 8. Jahrsiebt

den kleinen privaten Kurort in Estland (7./8. Jahrsiebt) hab ich hier außen vor gelassen, da sonst deutlich weniger zu erkennen gewesen wäre - durch ihn würde sich die Kilometerzahl ziemlich genau verdoppeln

ergänzend: kurze Lebenslaufskizze

Freitag, 20. September 2013

Donnerstag, 19. September 2013

Erlebnis am Bruch

Erste Verdichtung des Erlebten:
Plötzlich knackt es laut, 20m entfernt im nahen Bruchwald und nur kurz sehe ich im Halbdunkel hinter Busch und Baum einen großen, dunklen Tierkörper. Meine Vorstellung "gefährliche Wildsau!" lässt mich 5m zusätzlichen Abstand nehmen. Nun beobachte ich genauer, empfinde den ungewohnten Ausdruck der Tierlaute detailgetreu, sehe ganz kurz einen Teil seines Körpers, bin mir aber nicht sicher, ob es vieleicht etwas anderes war. Dann kurz ein Elchkopf mit Geweih. Meine Angst verfliegt und ich gehe näher heran um ihn hoffentlich deutlicher zu sehen. Da bahnt er sich mit lautem, hektischen Krachen seinen Fluchtweg in den Nachbarwald.

Die zuvor aufgeschriebene, ungefilterte Erinnerung:
Im Garten, zwischen Lärche und Apfelbaum stehend, hörte ich im nahen Bruchwald ein sehr lautes Ästebrechen und vermeinte hinter den Büschen und unzähligen Stämmen und Ästen ein dickes dunkles Tier kurz erahnt zuhaben. Ich stellte mir sofort eine Wildsau vor und nahm schnell Abstand vom Bruchwaldrand. Das Tier bewegte sich wieder und machte sonderbare Laute, die ich irgendwo zwischen Unken und Grunzen einordnen würde, ein wenig klagend-suchend im seelsichen Ausdruck. Kurz vermeinte ich nun einen Elchkörper gesehen zu haben. Bei näherem Hinsehen auf diese Stelle waren dann nur braune Äste im Halbdunkel zu entdecken. Nach einer Weile war dann kurz Elchkopf und  -geweih zu sehen. Es war der erste Elchbulle, den ich in Estland in freier Natur (und dazu noch auf meinem Grundstück) gesehen habe! Da es keine Wildsau war, ging ich langsam näher an den Waldrand heran. Doch jetzt bemerkte er mich und - viele Zweige und kleine Stämmchen brechend - bahnte er sich schnell seinen Fluchtweg ins angrenzende Waldgebiet.
In den letzen Tagen hatte ich mich über eigenartig aufgebissene Äpfel und nicht zu Wildschweinen oder Rehen passende Trittspuren in daneben liegenden Äpfeln gewundert. Auf Elche war ich nicht gekommen. Ob er demnächst meinen Komposthaufen mit den vielen aussortierten Äpfeln drin durchwühlen wird? Die Vögel werdens ihm danken.

Mittwoch, 18. September 2013

Verletztheit und Schmerz. Frei von oder frei für?

"Wenn dich der Andere verletzt, kannst du die Verletzung vergessen; aber wenn du ihn verletzt, wirst du dich immer daran erinnern."
Khalil Gibran

....ist es so?
Oft mag man, wenns weh tut, nicht so genau auf den Schmerz hinschauen. Aber wofür ist denn der Schmerz da? Um uns zu quälen? Damit wir leiden? Ich glaube, dass sein Sinn ist: aufmerksam machen, mich auf etwas hinweisen. Also gebe ich dem Schmerz seinen Sinn, wenn ich achtsam hinhöre.
Was schmerzt da? Und: Wie schmerzt es?

Manchmal kann ich merken: das ist gar nicht mein innerster Wesenskern, der da "verletzt!" schreit, sondern mein Stolz oder meine Eitelkeit. Oder sonst irgend eine Vorstellung, die ich quasi wie als eine zweite Seelenhaut um mich rum gepackt habe.

Wenn jemand etwas "verletztendes" sagt, trifft es ja oft nicht die innere Wirklichkeit, ttrifft inhaltlich nicht ganz zu, be-trifft also nicht wirk-lich mich wie ich tatsächlich bin. Also kann es mich eigentlich auch nicht verletzen.
Und wenn jemand etwas sagt was mich wirklich so trifft wie ich nun mal bin, dann kann es zwar sehr weh tun, einfach weil es ganz wahr ist, aber es ändert nichts an dem, wie es ist, es macht nichts kaputt, es verletzt nichts.
Da weist der Schmerz nicht auf eine Verletzung hin. Sondern vielleicht auf Ecken in meiner Seele, die ich nicht so annehmen bzw. lassen mag/kann wie sie z.Z. noch sind.

Donnerstag, 30. September 2010

"Lebenslauf" einer Rose

Gottes Sonne schenkt den grünen, oft unbeachteten, vielen nur langweilig erscheinenden Blättern neben den harten Dornen Licht und Wärme und Kraft...
....irgendwann werden die Blätter kleiner, verkümmern fast, richten sich gar nicht mehr der Sonne entgegen, bilden abgekapselten Innenraum....
....dieser bekommt aus den Blättern entlang des schmalen Dornenweges weiterhin Licht,Wärme und Kraft der Sonne...
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...bis eines Tages da soooo viel drin ist, dass es einfach herausplatzen muss:
und es wird offenbar, wie der Dornenweg Licht und Wärme und Kraft
verwandelt hat in eine liebevolle Zartheit der Blätter, in eine Farbe,
die die Seele anrührt, in einen Duft der zu Herzen geht,
in eine Rosenblüte die auch allein einen ganzen Garten
zu schmücken vermag, wenn sie nicht mehr anders kann
als sich selbst mit den Gaben Gottes zu schmücken.... :-)
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Da mögen gern die kommen, die nach Seiner Sonne tanzen um sich zu orientieren, und nun die Möglichkeit zur guten Frucht, zur guten Saat fleißig von Rose zu Rose, von Garten zu Garten tragen: viele kleine muntre Bienen.
.J.Matthias Hesse

Dienstag, 28. September 2010

Die 4 Temperamente in den vier "Jahreszeiten" des Lebens

Wenn man sich jeweils viele Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Alte Erwachsene auf Temperamente hin anschaut kann man entdecken, dass jedes dieser 4 Lebensalter sein Schwerpunkt-Temperament hat (natürlich gehören immer alle 4 in jedes Alter!)


Die Sanguinik der Kinder ist für viele wie mit Händen zugreifen.
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In der Weltschmerzphase, im Ü b e r g a n g von der Kindheit zur Jugend, gibt es auch tiefste Melancholie (und die statistisch meisten Suizide), die jedoch sowohl sanguinisch als auch mit einer eigenen Cholerik auftreten kann.
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Aber erblühte Jugend selbst ist voller Idealismus, voller Tatendrang und darf auf eine Weise in "heiligen" Zorn und Empörung geraten, wie es für einen Erwachsenen nicht mehr angemessen wäre.
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Aus innerem Feuer heraus die Welt für sich zu erobern und zu verändern, würde ich als Cholerik ansehen (deren Schatten z.B. ein unangemessener Wutanfall ist).
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Leider wird diese wunderbare Jugendqualität durch gesellschaftliche Systemschwächen in Schule und Arbeitsmarkt oft unterdrückt oder gebrochen, so dass es dann in Autoagression oder in körperliche Gewalt umschlägt.

Wer die Ausbildung hinter sich hat und im Beruf steht, wer Familie hat, der kommt nicht klar, wenn er zu sanguinisch lebt, wen er zu impulsiv entscheidet, wenn er etwas Angefangenes nicht über Monate und Jahre durchhält und durchträgt und er treu an langsamen Veränderungen arbeitet, die in vielen kleinen Schritten bestehen.
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Dabei besteht die Gefahr philiströs und spießbürgerlich zu werden, die eigenen feurigen Ideale der Jugend zu vergessen oder gar zu verraten, Wohlstand über aktiven Geist zu stellen und sich zu sehr in seichteren Wiederholungen wohl zu fühlen.
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So gesehen würde ich der Zeit zwischen Jugend und Alter eher das Phlegma zuschreiben.

Was man alles erlebt und getan und gedacht und unterlassen hat im Laufe von vielen Jahrzehnten, fängt man erst mit dem sich ankündigenden Alter an richtig zu verarbeiten, zu durchdenken, durchsinnen, durchzuempfinden, aus dem Überblick heraus viele sinnige Zusammenhänge zu entdecken und Lebensweisheit echt gelebt zu vertiefen.
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Das kann zu seelisch-geistiger Tiefe und Weite des Hezens führen die einen besonderen Glanz den Augen verleiht, eine Klarheit die ohne Worte durch mehrere Dimensionen gleichzeitig blickt, eine Gediegenheit, die nur erwachsen kann, wenn so mancher innere Tod gestorben wurde, wenn man nicht nur mit dem Kopf weiß, dass da etwas Ewiges in einem Selbst und im Leben ist, das durch alle Tode hindurch dasjenige "Gold" bleibt, dass es schon zuvor in der Ewigkeit war.
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Wo so viel Licht sein kann, kann natürlich auch viel Schatten sein: Alte Menschen können besonders schwermütig werden.
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So sehe ich im Alter die Kontraste dessen, was mit Melancholie zu tun hat.

Um es zusammenfassend zu charakterisieren:
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-Die Sanguinik bringt das Kind von alleine naturgemäß mit (natürlich mit individuellen Nunacierungen).
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-Idealismus, Revoluzzertum, Tatendrang etc. der Jugend kommt noch einigermaßen wie eine Naturgewalt von selbst daher. Hier steht aber schon einiges in der Selbstverantwortung des Jugendlichen.
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-Erwachsenwerden heisst dann ganz selbsteverantwortlich werden, selbstverantwortet als Persönlichkeit wachsen und reifer werden. Je älter man wird, um so weniger passiert das von alleine. Logischer Weise. Erwachsenwerden hört eigentlich nie auf. Idealer Weise zumindest.
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-Wer spätestens im Übergang zum Greisenalter nicht aktiv die positive Seite der Melancholie in die Hand nimmt und sich übt sie einzusetzen, der rutscht später nur all zu leicht in die Schattenseiten der Melancholie und wird dann, statt zum seelisch-geistigen Segen nur noch zu Last für sich und andere.

Montag, 27. September 2010

Herbst: eine warmherzig-melancholische Jahreszeit. Seelisch-geistiges Erntedankfest.

Bei dem Wort Melancholie denken wir leicht an Schwermut und bei dem Wort Schwermut leicht an Depression. Ich sehe da - aus eigenen Erfahrungen heraus - Unterschiede....:

Jeder seelisch halbwegs normale Mensch hat alle vier Temperamente in einem wechselnden Mischungsverhältnis in sich: Melancholie, Phlegma, Sanguinik und Cholerik

wesentlicher Kern einer g e s u n d e n Melancholie ist vor allem das tiefschürfend-fragende, detaildurchleuchtende kristallklare Denken

eine mit ihrem typischen "Eigengewicht" empfindbare, temporär auftauchende Spur von Schwermut kann durchaus zur Melancholie gehören, ohne dass man sich schon als krankhaft melancholisch bezeichnen müsste

von der Schwermut zu unterscheiden wären dann verschiedene Formen der Depression (das auszuführen will ich mir und uns hier ersparen)

Schwermut ist eine Art innerer Druck der durch ein Schwere-Empfinden entsteht - "Depression" ist dem Wort nach aber Drucklosigkeit, also tendenziell eher schwerelos.

von der Fehleinschätzung, jegliche Schwermütigkeit wäre an sich schon etwas ungesundes, sollte man sich nicht depressiv machen lassen ;-)
durch eine Depression schwermütig zu werden kann hingegen eine ganz gesunde Reaktion der Melancholie auf die Depression sein

und wer sich von der still sprechenden Schwere der Schwermütigkeit leiten lässt, kommt vielleicht schneller mitten durch die Depression hindurch, als wenn er eines der anderen Temperamente künstlich aufzuputschen versucht um damit gegen die Depression anzukämpfen

da dieses "gegen" ins Leere gehen muss, denn Depression ist kraftmäßig gesehen "leere Luft" und ein cholerisches oder sanguinisches "gegen" die Kraft-Leere eher noch mehr zum Erleben bringt

Mittwoch, 22. September 2010

Wie reich ist Deine Seele!

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Reich mir deine Hand, leih mir dein Ohr:
gleich einem Land kommt deine Seele mir vor.

Es spiegeln in den Seen sich Sonne und Sterne.
Und an den Bergmassiven gewittert es so gerne!

Dort in der lichten Weite am Meer....
...weht erfrischend frei der Wind umher...

Die Bäume blühen; ihr Laub vergeht.
Wenn Jahre gehen - Dein Stern besteht!

© J.Matthias Hesse

Montag, 31. Mai 2010

Vorurteile, Erlebnisbeschreibung, Wahrheitsfindung

Vor(zeitige)urteile sind meiner Ansicht nach lebensnotwendig. Ich kann nicht immer warten, bis ich mir ganz sicher sein kann, nun das einzig der Wahrheit vollkommen entsprechende Urteil fällen zu können.
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Zudem komme ich oft zu einem reifen Urteil gar nicht ohne anfängliches Urteilen.
Da Wahrheit meist viele Seiten und Ansichten hat, muss ich gezwungener Maßen den Weg um die Wahrheit rundherum beschreiten und Ansicht um Ansicht einehmen und (zumindest anfänglich) beurteilen. Erst aus einer Gesamtschau können sich alle Ansichten gegenseitig ergänzen und korrigieren.
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Ob unser Kopf (halbwegs) rund ist, um ihn, ähnlich wie eine 360°-Kinokugel, für ganzheitliche Wahrheitsfindung nutzen zu können?
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Zur richtigen Zeit und am richtigen (ineren) Ort sind Vorurteile - als Arbeitshypothese gesehen - etwas gutes, ja: notwendiges!
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Schwierig kann es werden, wenn ich aus dem Bewusstsein verliere, dass ich mir "nur" ein Vor(läufiges)urteil gebildet hatte. Und dann in Versuchung gerate damit so umzugehen, als sei es ein endgültiges Urteil. Woraus dann die nächste Versuchung erwachsen kann, dass ich es (vielleicht auch ohne es mir recht bewusst zu machen) wie ein Dogma einsetze.
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Daran kann man sehen, das etwas Gutes nicht immer Gut sein muss. Dass es nur dann gut ist, wenn es zur richtigen Zeit am richtigen Ort im richtigen Maß zur Wirkung gebracht wird.
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Das kann man auch bei Kindern lernen. Was gut und richtig ist einem Kind mit 3 Jahren vorzuleben kann schon 2 Jahre später etwas daneben sein. Und nochmal einige Jahre später sogar völlig kontraproduktiv wirken.

Das ist Leben. Das ist Weg. Beides kann uns zur Wahrheit führen. Christus ist selbst alles drei (laut der "Ich-Bin-Worte" des Johannesevangeliums).
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Die innere Gewichtung dieser drei zueinander fällt uns oft ähnlich schwer wie unser Denken, Fühlen und Wollen so aufeinander abzustimmen, dass ein richtiger Dreiklang entsteht.
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Ob man wohl in Erlebnissen mit Kindern auch einen Anklang vom größten aller Dreiklänge heraushören oder herauslasuchen kann? Einen zarten Anklang von (Gott)Vater, (Seinem)Sohn und (Heiligem)Geist ...?
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Wenn man möglichst auf Vor(läufige)urteile verzichten üben will, bieten sich tatsächliche Erlebnisse wunderbar dazu an, sie z.B. so gewissenhaft wie möglich interpretationsfrei zu schildern (alles, was einem an Interpretation "in den Fingern juckt" kann man ja sepparat formulieren). Dieser freie Verzicht auf alles was im Erlebnis nicht tatsächlich erlebt wurde/wird, gehört zu den Fingerübungen der Biografie-Arbeit.

eine humorvoll bebilderte Homage an "Desiderata"